In Zeiten wie Diesen

 

die Gedanken eines Vereinsmitglieds zur Corona-Krise, bezogen auf unser Hobby:

 

Die momentane, außergewöhnliche Situation zeigt, das unser manchmal als spießig, konservativ, kleinbürgerlich bezeichnetes Hobby durchaus mehr Sinn hat.

Leider „besinnen“ sich viele Menschen erst wieder auf das Wesentliche, wenn die Zeiten schlechter werden.

Überall hört man von Hamsterkäufen, fehlendem Klopapier, leeren Mehlregalen, ein enormer Andrang in Baumärkten....

Vielleicht erkennen die Menschen aus der Situation heraus auch, das unser Hobby mehr beinhaltet als triste Vereinsmeierei!

Früher war man froh eigene Eier, eigenes Fleisch oder eigenes Gemüse zu haben.

Selbstverständlich verlangt dies eigenen Arbeitseinsatz, Verantwortung und Pflege ab:

Ohne Fleiß keinen Preis“

oder:

Im Schweiße meines Angesichts“

 

Aber lieber dies, als Angst zu haben, hilflos im Supermarkt nichts mehr zu bekommen.

Zudem ist man auch noch sinnvoll beschäftigt und braucht sich keine Gedanken zu machen, was man mit dem so entstandenen Überschuss an Freizeit anfangen soll.

Man hat es selber in der HAND.

Schmecken „spießige“ Eier denn schlechter als die aus dem Supermarkt?!

Oder unsere Kaninchen als Weihnachtsbraten schlechter als die importierten aus China?!

Ich denke die Mehrheit sagt sogar: BESSER!!

 

Zurück zu den Wurzeln ----Back to the roots.

 

Die Kleintierzucht ist aus der Selbstversorgung heraus

entstanden, und auf das sollten wir uns alle zurückbesinnen!

 

Ich versuche aus dieser „beschissenen Situation“ etwas Positives mitzunehmen. Dabei gehe ich von mir aus.

Wir stehen erst am zeitlichen Anfang der uns auferlegten persönlichen Einschränkungen.Und am Beginn ist man vielleicht noch glücklich das man nicht so viele Termine hat.

Aber sind wir doch mal ehrlich. Spätestens nach 2 bis 3 Wochen wären wir doch froh wir könnten wieder unter Leute.

 

Wie oft stresst es einen, jeden 2. Freitag im Monat an die Mitgliederversammlung zu gehen, egal ob mir dem einen seine Nase passt, die Ansichten des Anderen mich nicht so sehr interessieren oder der nächste heute mal ein Bierchen mehr trinkt?

 

Momentan fehlt mir genau Das!!

Man lernt Vieles neu zu schätzen was vorher selbstverständlich war.

Andere Sichtweisen, positive wie auch negative Eindrücke und Diskussionen, sich auseinandersetzen, genau das was uns ausmacht.

Es FEHLT.

 

Desto mehr freut man sich auf ein Ende der Pandemie bzw. der Einschränkungen und hofft, das wir keine geliebten Mitmenschen verlieren und wir bald wieder unserer Leidenschaft, der Kleintierhaltung, nachgehen können.

 

Manchmal eröffnen solche Krisenzeiten neue Möglichkeiten gegen den Abwärtstrend unseres Hobbys entgegenzuwirken!

 

Bleibt gesund!!